Glutamat Pseudo-Studie
Glutamat Doppelblindstudie
Es gibt eine gefälschte Doppelblindstudie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und den Glutamat-Herstellern, nach denen Glutamat unbedenklich sein soll. Sie stützten sich dabei auf ein Wissenschaftlertreffen, das von der Glutamat-Industrie bestellt und bezahlt wurde. Das so genannte „Hohenheimer Konsensus-Gespräch“.
Von Firmen wie Nestlé und Knorr wird dieses „Treffen“ gern als Beleg für die Unbedenklichkeit des Zusatzes angeführt.
Aber wenn es doch so unbedenklich ist, muss man dann jemandem ein Treffen als Studie unterjubeln? Und warum hat man auf der „Märchen-Treffen-Studie“ die Placebos durch Aspartam ausgetauscht?
Deshalb!
...Lange hat es gedauert, bis der Krefelder dahinter kam - sein "Cluster-Kopfschmerz" quälte ihn immer dann, wenn sein Essen einen bestimmten Zusatz enthielt: Glutamat.
Glutamat ist der wichtigste Zusatzstoff der Lebensmittelindustrie und vermutlich einer mit den weitreichendsten Auswirkungen. Der Stoff kann eine Fülle von Beschwerden auslösen: Kribbeln am Hals, Schmerzen in Brust und Nacken, auch Kopfweh, Herzklopfen, sogar Schwindel und Muskelkrämpfe etc... Er kann auch zu Bauchkrämpfen führen, zu Erbrechen und Durchfall. Bei einer bereits veröffentlichten Untersuchung in den USA gaben 43 Prozent von 3.222 Befragten, die regelmäßig mit Glutamat würzen, an, unter diesen Schmerzen zu leiden.
Glutamat kann dick machen, es ist womöglich einer der Hauptschuldigen für die Epidemie Übergewicht in der westlichen Welt. Und: Glutamat geht auf den Geist. Es kann Hirnzellen zerstören - in hoher Dosis, aber auch schon beim normalen Verzehr durch Kartoffelchips und Tütensuppen, so meinen zumindest manche Forscher.
"Zu viel Glutamat bringt uns um den Verstand", sagt Professor Konrad Beyreuther, Alzheimer-Forscher und Staatsrat in der baden-württembergischen Landesregierung. Das Risiko steige mit den Verzehrmengen. Ein Grenzwert ist nicht erwiesen. Der weltweite Absatz hat sich seit 1976 verfünffacht, auf 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 2001. Das weiße Pulver ist in nahezu allen Fertigprodukten enthalten. Es schmeckt würzig, humani, so Japaner, "köstlich". Es sei "das höchste der Gewürze", schwärmte ein Genussexperte in der FAZ: "Bis zum Rausch glüht und blüht es auf der Zunge."
Der so genannte Geschmacksverstärker ist beliebt bei Food-Konzernen, weil er Geschmack billig macht. Der Preis ist das Maß, vorgegeben vom Billig-Champion Aldi. Und immer wieder gibt es offizielle Erklärungen, nach denen Glutamat unbedenklich sein soll. Das verkündeten noch im vergangenen Sommer die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und das Bundesinstitut für Risikobewertung. Sie stützten sich dabei auf ein Wissenschaftlertreffen, das - was bislang nicht bekannt war - von der Glutamat-Industrie bestellt und bezahlt wurde, das so genannte Hohenheimer Konsensus-Gespräch, das auch von Firmen wie Nestlé und Knorr gern als Beleg für die Unbedenklichkeit des Zusatzes angeführt wird.
In den USA ist der Stoff schon seit 1959 als Lebensmittelzusatz zugelassen. Er wird von der EU in die sicherste Kategorie der Additive eingestuft. Doch viele schädliche Wirkungen haben die Forscher erst lange nach der Zulassung festgestellt. 1968 beschrieb der Arzt Dr. Robert Ho Man Kwok in einem Brief an das New England Journal of Medicine erstmals das "merkwürdige Set von Symptomen", das später als "Chinarestaurant-Syndrom" berühmt werden sollte. Etwa zur gleichen Zeit kam heraus, das Glutamat bei Versuchstieren zu Hirnschäden führt.
Dabei ist Glutamat eigentlich eine "gute" Substanz. Der Mensch braucht es - als Botenstoff im Gehirn beispielsweise. Er ist in vielen Nahrungsmitteln von Natur aus enthalten: in Eiern, Tomaten, Rindfleisch. Selbst Muttermilch enthält 22 Milligramm pro hundert Gramm, Sojasauce 1.090 Milligramm, Parmesan gar 1.200. Zum Gift wird es erst im Übermaß.
Schlechte Wirte nennen es "Maria Hilf". Es ist in "Hühnersuppe mit Nudeln" von Knorr enthalten, in "Chicken Noodle Soup" von Campbells, in vielen Maggi-Erzeugnissen wie "Rindsbouillon" und "Pastaria Spaghetti Bolognese", auch in der "Fünfminutenterrine". Es ist in vielen Schinken drin, in fast jeder Salami, in Leberwurst, Fleischsalat und in "Chipsletten" von Bahlsen usw...
"Würze" ist eine der vielen Bezeichnungen, unter denen Glutamat auf dem Etikett erscheint. Dort kann auch "Natriumglutamat" stehen, E 621 bis E 625, oder "Geschmacksverstärker". Es kann auch unter den Bezeichnungen "Aroma", "Karrageen", "Maltodextrin", "Weizenprotein" oder "Trockenmilcherzeugnis" auftauchen. In Tütensuppen ist es oft unterm Tarnkäpplein "Hefeextrakt" präsent.
Das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat "keine Bedenken" gegen die gelegentliche Verwendung geringer Mengen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) meint sogar, selbst bei häufigem Verzehr größerer Mengen sei "kein schädigender Einfluss" zu erwarten. Beide stützen sich auf die Ergebnisse der großen Glutamat-Konferenz von 1996 unter Leitung des Hohenheimer Professors Hans Konrad Biesalski. Sie befanden, Glutamat stünde in "keinem Widerspruch zu einer gesunden Ernährung" und habe "auch in hohen Dosen keine spezifischen Nebenwirkungen".
Das Treffen fand auf Wunsch des Glutamat-Weltmarktführers Ajinomoto statt, vermittelt über den Glutamat-Informationsdienst im hessischen Kronberg, bezahlt vom Verband der europäischen Glutamat-Hersteller COFAG (Comité des Fabricants dAcide Glumatique de la Communauté Européenne). Wobei die Professoren kein Geld bekommen hätten, versichert Organisator Biesalski.
Biesalski hat den Konsenshandel mittlerweile professionalisiert und dabei eine Firma namens FEP Science in Esslingen zwischengeschaltet, die seiner Gattin Ursula gehört. Der Professor stellt dann gewissermaßen amtliche wissenschaftliche Bescheinigungen aus, das "Konsensus-Papier".
Die Untersuchungen, auf die sich Biesalskis Glutamat-Runde stützte, waren allerdings nicht immer seriös. Bei einer Studie beispielsweise die, die Unschädlichkeit von Glutamat beweisen sollte, kam eine Vergleichssubstanz zum Einsatz, die einen ähnlichen Effekt hat: der Süßstoff Aspartam. Ein klarer Verstoß gegen die Grundregeln von Doppelblindstudien. Bei diesen Studien muss neben der zu prüfenden Substanz ein wirkungsloser Stoff verabreicht werden. Und zwar das "Placebo" und kein Aspartam.
Hinzu kommt ein weiteres zentrales Entlastungsargument, das ebenfalls auf tönernen Füßen steht: Experten behaupten, das die Blut-Hirn-Schranke die grauen Zellen vor zu viel Glutamat zufuhr bewahre. Nicht alle Forscher teilen diese Meinung. Die Schranke sei keineswegs eine absolute Barriere, hält der Heidelberger Hirnforscher Konrad Beyreuther dagegen. Sie sei in der Kindheit noch nicht voll ausgebildet und überdies von der Tagesform des Besitzers abhängig. Viele Krankheiten, darunter ausgerechnet Alzheimer, könnten beeinflusst werden. Beyreuther sei "ganz sicher, das es durch Glutamat bei manchen Menschen Schäden gibt". Seine Frau habe ebenfalls unter dem Chinarestaurant-Syndrom gelitten und sich "permanent erbrochen."
Entgegen dem Hohenheimer Glutamat-Konsensus bleiben viele Wissenschaftler skeptisch. US-Forscher Russel L. Blaylock vermutet, dass Glutamat aus Industrienahrung die natürliche Gewichtsregulation entgleisen lässt. "Übergewicht ist eine der konstanten Folgen des Glutamat-Syndroms." So seien glutamat-gefütterte Versuchstiere in "grotesker Weise" dick geworden.
Glutaminsäure wird auch gezielt an Menschen verabreicht: Pillen wie "Gluti-Agil" oder "Glutamin-Verla" sollen die geistige Leistungsfähigkeit verbessern - und müssen dafür natürlich die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Diese Pillen enthalten eine Glutamat-Dosis, die etwa der einer Packung Knabber-Chips vergleichbar ist. Auf dem Beipackzettel wird vor Nebenwirkungen gewarnt: "motorische Unruhe", "Bewegungsdrang", "Schlafstörungen". All das ist heute weit verbreitet, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, man nennt es: Hyperaktivität. Auf den Chips-Packungen im Supermarkt, auf Quick-Lunch-Bechern und Beutelsuppen fehlt eine solche Warnung.
HANS-ULRICH GRIMM, 48. Autor der Bestseller "Die Suppe lügt" und "Aus Teufels Topf". Er lebt in Stuttgart.
Meine Meinung:
"Selber Kochen und Vollwertig ernähren! Geschmacksverstärker sind Geständnisse an die Unfähigkeit. Denn wenn das Essen nicht wohl bekommt, hat der Koch versagt. Wenn man Unterwegs ist, bewusst drauf achten was man Auswärts isst. So lernt man auch wieder was Genuss wirklich bedeutet."
Liebe Grüße, Ingo Axer /PHO
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